Franz, Cornelia

Das nennt man Glück

Wohnungssuche einer Großfamilie mit Happy End.

Cornelia Franz; 1. Auflage; Hildesheim: Gerstenberg, 2025, Illustrationen von Meike Töpperwien; 141 Seiten; 152 mm x 19 mm x 212 mm, fest gebunden; ab 8 Jahren; 16,00 Euro

ISBN 978-3-8369-6312-1 

Janan lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Zusammen mit ihren vier Brüdern und ihren Eltern wohnt sie in einer viel zu kleinen Wohnung. Zu allem Übel hat sich im Schlafzimmer der Eltern jetzt auch noch Schimmel gebildet, also kommt der kleine Abdi zu Janan und ihrem Bruder ins Kinderzimmer und Baba und Mama schlafen auf der Ausziehcouch im Wohnzimmer. So kann es echt nicht weitergehen! Aber eine Wohnung für sieben Personen zu finden, die auch noch bezahlbar ist, ist sehr schwierig. Erst sagt der Makler ab, dann prallt Baba, der ohnehin immer Angst hat, wenn er mit dem Auto losmuss, in den Wagen der Maklerin der nächsten Wohnung, die sie besichtigen wollen. Eine angebliche Traumwohnung entpuppt sich als Albtraumwohnung an einer vielbefahrenen Straße. Es scheint, als ob sie vom Pech verfolgt wären. Und was macht Mama eigentlich für mysteriöse Dinge, wenn sie immer wieder für mehrere Stunden verschwunden ist? Da nehmen die Kinder die Sache selbst in die Hand, fahren durch die Stadt, kundschaften aus, wo Kräne stehen und es vielleicht bald neue Wohnungen gibt. Nebenbei sammeln sie Spendengelder für Diyar, ihren Cousin im Irak, der ein Bein verloren hat, als er auf eine Landmine getreten ist. – Cornelia Franz erzählt aus der Perspektive der Tochter Janan die verzweifelte Suche einer siebenköpfigen, sehr sympathischen Familie nach Wohnraum. Der Leser schließt die etwas chaotische Familie sofort ins Herz und fiebert mit den Kindern mit. Die Botschaft, dass es wichtig ist, zusammenzuhalten und nie aufzugeben, wird schön deutlich und kindgerecht aufbereitet. Die lustigen Illustrationen von Meike Töpperwien tun ihr Übriges, um das Buch zu einem rundum gelungenen Kinderroman zu machen. Große Empfehlung zum Vorlesen und Selbstlesen!

Sonja Gast