Basile, Salvatore

Der Junge, der ans Meer glaubte

Nach einem Unfall ändert sich das Leben des 18-jährigen Waisenkindes Marco von Grund auf. (SL)

Salvatore Basile; 1. Auflage; München: blanvalet, 2021; übersetzt aus dem Italienischen von Elvira Bittner; 381 Seiten; 136 mm x 34 mm x 205 mm, fest gebunden; 20,00 Euro

ISBN 978-3-7645-0705-3

Marco ist 18 Jahre alt, allein und ohne Eltern. Um Geld zu verdienen, reinigt er abends ein Schwimmbad, das jungen Turmspringerinnen zum Training dient. Unter ihnen ist auch Virginia, die Marco sehr gefällt. Auf dem Sprungbrett spürt Marco eine unbändige Freiheit und so versucht auch er sich im Turmspringen. Bei einem Ausflug zum Meer verletzt er sich bei einem gewagten Klippensprung schwer und ist fortan an den Rollstuhl gefesselt. Von Virginia beauftragt, nimmt sich die Physiotherapeutin Lara Marcos an und merkt, dass ihre Vergangenheit mit dem Leben Marcos zutiefst verwoben ist. Sie beschließt, Marco und sich selbst mit dieser Vergangenheit zu konfrontieren und glaubt daran, dass alte Wunden heilen können, denn sie kennt das Geheimnis um Marcos Eltern. Doch ihr Plan ist gewagt und nicht durchdacht und so läuft sie Gefahr, die zarten Bande zu Marco zu zerstören. – Salvatore Basile gelingt eine hoch emotionale und dennoch wohl austarierte Erzählung über das Gefühlsleben von Menschen, die es im Leben nicht leicht hatten. Der schwere Stoff entwickelt und entfaltet sich zu einer fesselnden Geschichte, die Mut spendet und zugleich Hoffnung schenkt, die in einer Wiedergeburt aller Personen zum Schluss des Romans gipfelt. Großes Lesevergnügen, klare Empfehlung!

Christine Tapé-Knabe