Mikail, Nadia

Katzen, die wir auf unserem Weg trafen

Kurz vor dem Untergang der Welt machen sich in Malaysia fünf Menschen auf den Weg, um eine verlorene Tochter zu finden.

Nadia Mikail; 1. Auflage; München: dtv, 2025; übersetzt aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschhahn; Illustrationen von Nate Ng; 218 Seiten; 136 mm x 20 mm x 210 mm; Paperback; ab 14 Jahren; 16,00 Euro

ISBN 978-3-423-65045-8

Noch neun Monate, dann geht die Welt unter. Diese Nachricht setzt bei den Menschen alle möglichen Aktivitäten in Gang. Die Familie der siebzehnjährigen Aisha beschließt, die vor zwei Jahren verlorene ältere Schwester June zu suchen. Begleitet werden sie von Walter, Aishas Freund, seinen Eltern und Flohsack, einer zugelaufenen Katze. Das Ganze spielt in Malaysia und ein besonderer Grad familiärer Bindungen ist Kernthema beim Besuch von Orten, die in der Vergangenheit eine Rolle spielten. Und diese Vergangenheit gilt es zu bewältigen. Als sie June finden, im Haus der verstorbenen Großeltern, brechen alte seelische Narben auf und ein schmerzhafter Heilungsprozess beginnt. Am Ende sind alle bereit, sich dem drohenden Weltuntergang nicht kampflos hinzugeben. Hoffnungsvoll bauen sie gemeinsam an dem von June begonnenen Schutzbunker. – Auch wenn die Geschichte in einer anderen Kultur spielt, die essenziellen Themen des Lebens wie Liebe, Enttäuschung und was Menschen Hoffnung geben kann, sind geschickt mit der Handlung verflochten. – Die Geschichte lebt von der inneren Spannung der Protagonisten. Wer actionreiche Spannung sucht, wird von diesem Buch enttäuscht werden. Eher für psychologisch interessierte Leser. 

Lotte Schüler